Susanne Reiche
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Autorin

 

 

 

Knoblauchsland

Das landwirtschaftliche Anbaugebiet in Nürnbergs Nordosten verschwindet zunehmend unter Glas und Folie. Spritzmittel und Dünger steigern den Ertrag der konventionellen Landwirtschaft, und je trockener und heißer unsere Sommer werden, desto mehr müssen auch Kulturen künstlich bewässert werden, die früher "nebenbei" liefen, wie Kartoffeln und Lauch. 

Die schöne Sitte, am Ackerrand einen Streifen Grün, vulgo Unkraut, stehenzulassen, der Insekten oder Raupen als Nahrung dient und von gassigehenden Hunden auch mal angepinkelt werden kann, ohne Nahrungsmittel zu verunreinigen, ist in Vergessenheit geraten - die Feldfrucht grenz unmittelbar an den geschotterten Weg.  Fläche ist Geld, Ertrag ist Überleben.

Wo findet man in einer derart aufgeräumten, ökologisch nur noch bedingt funktionierenden Landschaft Fotomotive?

Nun, zunächst geht Ästethik auch ohne Ökologie. Ein niedriger Sonnenstand, herbstlicher Nebel, die  Romantik ausrangierter Landmaschinen, der  Charme des Verfalls - fertig ist das Fotomotiv. Und dann gibt es immer noch den Biobauern, den Pferdehalter und einige wilde Ecken, die der Gewinnoptimierung aus diversen Gründen entgehen konnten ... wie lange wohl noch?

Längst streckt die Stadtplanung ihre Finger nach den freien Flächen aus, die Investoren haben Blut gerochen und wollen sich eine Scheibe abschneiden - unter dem Deckmäntelchen "Wohnungsbau"  wird geteert und betoniert, was das Zeug hält, auf dass ein paar wenige Gutverdiener sich ihr Retorten-Einfamilienhaus am ehemaligen Stadtrand leisten  und mit dem Auto bis vor die Haustür fahren können.

"Wir bauen Ihr Traumhaus", wirbt ein Nürnberger Bauunternehmer für seine Gutverdiener-Legebatterien - not in my name.


 

 

 

Ostfriesland 2018

Gelegentlich lassen sich Urlaub und Arbeit verbinden - anlässlich der Nominierung von "Petriflut" für den Ostfriesischen Krimipreis durfte ich eine wunderbare Woche in Ostfriesland verbringen. Danke an den Veranstalter und Autorenkollegen Peter Gerdes, an den Leda-Verlag und an Sandra Lüpkes fürs Lektorat und die schwungvolle Moderation der Preisverleihungsgala! Und natürlich an Joe Bausch, den Arzt, Autor und Schauspieler, der "Petriflut" mit seiner unvergleichlichen Stimme ein ganz besonderes Flair verliehen hat.


 

Haustiere

Kater Yoda und die Mietzen Smilla und Prinzessin Lillyfee (rechts) sind schon seit 1997 an Board - seit die azoreanische Urlaubs-Fundbabykatze Mietzelik als gerade mal seit einem Jahr illegal eingeschmuggelte Nürnberger Neubürgerin acht hoffnungsvolle Jungkatzen geworfen hat (rechts unten).

Beagle Jasper (links oben) ist vor vier Jahren dazugekommen. Er zwingt mich zu regelmäßigen Spaziergängen an der frischen Luft, egal zu welcher Jahreszeit.

Zwischendrin gibt es dann mal Tierrettungsprojekte -  im ländlichen Raum um Wetzendorf sind längst nicht alle Kater und Katzen kastriert oder haben einen Impfpass, und dann stößt Beagle Jasper beim Gassigehen schon mal auf einen Wurf verwilderter und ausgehungerter Babykatzen (Luzi, Bella und Kater Ralph, links). Alle sind inzwischen hochgepäppelt  und an tierliebe Menschen abgegeben.